Der Zürcher Sechseläutenmarsch
Der Sechseläutenmarsch hat eine unverwechselbare Melodie. Er ist trotz ausländischen Wurzeln schon seit Jahrzehnten «eingebürgert» und gilt als des Zürchers heimliche Hymne.
Ursprung Der Sechseläutenmarsch wurde Ende des 17. Jahrhunderts von Jean-Baptiste Lully in Paris komponiert. Friedrich II. taufte die Melodie Jägermarsch und Alexander II. machte daraus einen russischen Militärmarsch, bekannt unter "(Gschwind-) Marsch der Fusstruppen zur Zeit Suworows". Der Sechseläutenmarsch wird auch heute noch in Russland gelegentlich bei Militärparaden gespielt.
Weg in die Schweiz 1872 machte die Konstanzer Regimentsmusik und die Colmarer Dragonermusik am Sechseläuten mit und spielte dort den Jägermarsch, der von den Zürcher Zünftern begeistert annektiert wurde. Der Dirigent der Metallharmonie Zürich-Wiedikon (damals Zunftspiel der Widder-Zunft) Robert Krauer gelangte in den Besitz der Noten.
Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten und so klingen die schwung- und kraftvollen Töne als „Zürcher Sechseläutenmarsch“. Unser Sechseläutenmarsch ist international: Er hat eine russische Mutter mit französischem Einschlag, sowie einen preussischen Vater mit englischer Verwandtschaft und ist heute ein angesehener Schweizer Bürger und Stadtzürcher! Den Sechseläutenmarsch gibt es in vielen Interpretationen.
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